Geführte Brasilien Rundreise – November 2018

Gastbeitrag: Gerd Schneider
Ein Reisebericht von einem unserer Reiseteilnehmer

Nach vier Tagen in Rio flogen wir zu unserer nächsten Etappe Foz do Iguaçu, um hier die weltbekannten Iguaçu-Wasserfällen zu bestaunen. Nach der Ankunft fuhren wir zu einer ersten Besichtigung der Wasserfälle auf der brasilianischen Seite. Hier hat man einen Blick auf das Panorama der Wasserfälle. Iguaçu bedeutet in der Indianersprache „großes Wasser“. Auf einer Breite von 2,7 km stürzen 20 große und über 250 kleine Wasserfälle bis zu 80 m in die Tiefe. Damit sind die Iguaçu Fälle breiter als die Viktoria-Fälle und höher als die Niagara-Fälle – mancher beschreibt sie als die schönsten Wasserfälle der Welt. Die Eindrücke waren einfach gigantisch. Am Abend waren wir in dem Restaurant Rafain zu Gast, wo ein überdimensionales Buffet keine Wünsche offen ließ. Aus der ersten Reihe konnten wir nach unserem üppigen Mahl eine Folkloreshow mit Darbietungen aus acht Südamerikanischen Staaten erleben. Nach einer erholsamen Nacht, stand am folgenden Tag die Itaipu-Techniktour auf dem Programm. Itaipu ist das größte Wasserkraftwerk der Welt, mit einer Staumauer von knapp 8 km Länge und 196 m Höhe. Der aufgestaute See ist 170 km lang und bis zu 12 km breit. Das Kraftwerk liegt auf der Grenze zwischen Brasilien und Paraguay. Es wurde von beiden Staaten gemeinsam gebaut und wird auch heute gemeinsam betrieben. Die 20 Turbinen erzeugen Strom für ca. 50 Millionen Menschen. Die Schaltzentrale liegt genau auf der Grenze der beiden Länder und ist auch entsprechend besetzt. Heute sind im Kraftwerk 3.000 Menschen beschäftigt. Die Größe des Kraftwerks ist fast unbeschreiblich, deshalb hier ein paar Zahlen:
Die Bauzeit betrug 10 Jahre, täglich waren 40.000 Arbeiter auf der Baustelle und es wurden täglich von den Arbeitern über 10 Tonnen Fleisch verzehrt. Mit dem verbauten Beton könnte man 210-mal das Maracanastadion in Rio oder mit dem Stahl ca. 190-mal den Eiffelturm bauen. Unsere Besichtigung mit Bus und Führung dauerte etwa vier Stunden. Am Nachmittag besuchte ein Teil unserer Gruppe einen Vogelpark. Hier konnten man neben vielen heimischen Vogelarten wie Kakadus, Papageien und Kolibris auch Schmetterlinge und Affen bestaunen und sich so einen guten Eindruck von der Artenvielfalt im Iguaçu Nationalpark machen. Am dritten Tag in Iguaçu besuchten wir die argentinische Seite der Wasserfälle. Der „Teufelsschlund“, eine 150 m breite und 700 m lange Schlucht, war besonders beeindruckend. Hier stürzen bis zu 7000 m³ Wasser pro Sekunde zu Tal. Auf der argentinischen Seite erkundeten wir ein paar der viele Wanderwege, die bis direkt an die Wasserfälle führen und so für eine willkommene Abkühlung bei den sommerlichen Temperaturen sorgten. Es ist einfach unbeschreiblich die Wasserfälle auf drei verschiedenen Ebenen zu erleben.

 

Nach drei Tagen in Iguaçu führte uns unser letzter Inlandsflug von Iguaçu über Rio de Janeiro nach Natal. In Natal wurden wir von Florian, unserem Gastgeber, abgeholt und zu seiner „Pousada Thalassa“ in Pipa gebracht. (weiter gehts im Beitrag Pipa)